
Giselbart Felswehr
Wandernder Wächter und Hüter des Eides seines Clans., Dwarf, Fighter, Lawful Neutral
Description
Alt wie eine Gebirgsstraße wandert Giselbart Felswehr noch immer dahin. Ein gedrungener Zwerg ist er, mit einer Brust so breit wie ein Fass und Händen wie gespaltenes Leder; die Knöchel zu harten Graten verwachsen von langen Jahren an Schaft und Hammergriff. Sein Bart, einst dunkelbraun, nun mit aschgrauen Strähnen übersäht und hängt in Zöpfen von seinem Kinn herab; stets haftet Staub und Schutt darin, wie oft er ihn auch abwischt.
Zu jeder Zeit trägt er den Stolz der Zwerge mit sich - Granitsturm - ein Kriegshammer wie kein anderer. Ein Hammerkopf aus schwarzem Hochgebirgsgranit. Die Schlagseite - durch unzählige Schlachten glattpoliert, unter dessen Aufschlag die Erde selbst erzittert. Die Rückseite endet in einem unterarmlangen Dorn der einem Krähenschnabel gleicht. Kein Schild, keine Platte und kaum ein magisches Bollwerk vermag dem Schnabel standzuhalten. Wo er trifft, bersten Rüstungen wie morsches Holz. Der Griff aus einem Holz längst vergangener Zeitalter - Sigurdazienholz - dunkelrot, beinahe schwarz und schwer wie Eisen. Kein anderes Holz kann der Wucht dieses Hammers standhalten. Geziert durch meisterhaft geschliffene Edelsteine und tiefe silberglühende Runen die sich im Dunkeln wie schwelende Glut durch den Stein ziehen, schützen den Träger vor Zauberei, bannen verderbte Magie und zerbrechen dämonische Flüche allein durch ihre Nähe. Auf dem Stiel gehalten wird der Hammerkopf durch eine aufwendig gearbeitete Struktur aus einer speziellen Legierung die bis heute ein Geheimnis bleibt.
Seit Jahrhunderten durchstreift er die Gebirge, fernab der normalen Wege um alles Böse was sich dort aus vergangenen Zeitaltern versteckt zu vernichten. Und selbst wenn seine Augen den Pfad verlieren, versagt sein Leib ihm nicht.
Wenn er nachsinnt — wenn er ringt, sich zu erinnern — fährt sein Daumen über die Runen seiner Waffe: einmal, zweimal, wie ein leises scharren an einer Tür, die die Welt nicht mehr zu öffnen gewillt ist.
Backstory
Giselbart Felswehr war einst ein Name, in Stein gehauen — einer der besten Krieger der Zwerge. Wann immer Räuberhorden Kreaturengeister, Dämonen oder feindliche Armeen den Grenzen allzu nahe rückten, focht er mit dem Hammer, der niemals barst: Runen in unzerbrechlichen Stein geritzt, an einer Seite mit Krähenpickel bewehrt, auf dass Kettenzeug zerrissen werde, und ein Schaft erwählt ob seines trotzigen Alters.
Er zog umher, damit andere am Leben blieben. Die Grenzen lernte er am Klang der Stiefel auf den Straßen kennen, und seine Sippe schirmte er, wie ein Gebirg seine Wurzeln schützt: ohne Zier, ohne Lobpreis.
Die Zeit jedoch hat ihn mürbe gemacht. Sein Gedächtnis zerfasert in wirre Jahre und entlehnte Gesichter, doch wenige Dinge bleiben unverrückt — das Gewicht des Hammers in seinen Händen, der Eid, die Seinen zu behüten, und der bittere Grimm, der in ihm aufwallt, sobald er gewahrt, wie jemand Jagd auf die Wehrlosen macht.
In letzter Zeit wandert er weiter denn je zuvor und folgt Pfaden, von denen er schwört, sie seien „der sicherste Weg heimwärts“. Nicht immer vermag er zu sagen, wo seine Heimstatt liegt — doch er weiß stets, für wen er heimkehrt.
Personality
Brummig, schroff und langsam im Vertrauen — bis man es sich verdient hat; dann wacht er über einen, als habe er seit jeher gewusst, dass man von Bedeutung sei. Sein Siechtum des Geistes zeigt sich in wirrem Augenmerk: Er runzelt die Stirn über das Antlitz eines Fremden, als sei es ein wohlbekanntes Wahrzeichen, nur um mitten im Satz in eine andere Erinnerung abzuschweifen. Selbst wenn er sich irrt, wer jemand ist, bleiben seine Taten die rechten: Er stellt sich zwischen Gefahr und die Wehrlosen, prüft Fluchtwege und sorgt dafür, dass die Seinen gespeist bleiben und weiterziehen können.
Wenn Furcht ihn packt, spricht er in kurzen, befehlsgleichen Worten; ringt er jedoch mit seinen Erinnerungen, verfällt er in lange, trotzige Tiraden. Niemals gesteht er ein, verloren zu sein — stattdessen berichtigt er die Wirklichkeit selbst.
Gewohnheiten, die sich am Lagerfeuer zeigen: Hagen reibt den Kopf seines Hammers mit einem Lumpen blank, den er verknotet am Gürtel trägt; auf Reisen zählt er seine Schritte; und wenn jemand lügt, starrt er so lange, bis der Stimme der Halt entgleitet — nur um dieselbe Frage nochmals zu stellen, langsamer diesmal.
